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Nur dünne Handbücher werden gelesen

Was nützt einem Anwender die tollste, unglaublich zeiteinsparende Funktion der Software, wenn er sie nicht findet? Und wenn er sie nach intensivem Handbuchstudium gefunden haben sollte, wird er sie dann auch intuitiv nutzen können? Oder wird er frustriert "Abbrechen" klicken, weil des Programmierers Geschmack und Usability-Erkenntnisse bisweilen weit auseinander klaffen?

Ein Anwender, der ihm bereits bekannte Dinge in einer neuen Software wiederfindet und zudem eine Logik entdeckt, die sich mit der seinen deckt, dürfte ein zufriedener Kunde sein. Die Konsequenz daraus: Kürzbare Handbücher und eine entspanntere Hotline-Crew.

Interface-Design beschäftigt sich mit der Gestaltung von Benutzeroberflächen jeglicher Art von Software unter den Aspekten Usability, Standards und Ästhetik. Einblicke in die Aufgaben des Interface-Designers:

  • Benennung von Menüeinträgen und Schaltern entsprechend den akzeptierten Standards und hinsichtlich der Anwendererwartung.
    Bsp.: Der Menüpunkt zum Beenden eines Programms sollte "Beenden" und nicht "Ende", "Schließen" oder "Exit" heißen.
  • Strukturierung von Menüs und Dialogen. Thematisch logisch und nachvollziehbar sortierte Menüs verkürzen die Einarbeitungszeit des Anwenders. Das gleiche gilt für sinnvoll und stringent angeordnete, gruppierte und beschriftete Controls in Dialogen.
  • Auswahl oder Gestaltung von allgemein verständlichen Icons.
    Die Gestaltung einer schriftlosen Navigation ist von brisanter Thematik, denn nur recht wenige Symbole sind breit eingeführt und werden eindeutig verstanden. Hier sind also zum einen eine wohl überlegte Gestaltung gefordert und zum anderen gute Kenntnisse um etablierte Interface-Standards.
    Bsp.: Windows-Anwender werden ein Drucker-Icon als Befehl zum Ausdrucken eines Dokumentes interpretieren. Folglich sollte dieses Icon nicht für andere Zwecke "entfremdet" werden.
  • Beachtung von Erkenntnissen aus der Kommunikationswissenschaft und Usability Laboren.
    Bsp.: Durchschnittlich begabte Menschen können nur maximal sieben Menüpunkte leicht erfassen und memorieren. Folglich sollten Menüs so strukturiert werden, dass dieser Grenzwert möglichst nicht überschritten wird.
  • Ästhetik in der grafischen Gestaltung. Dazu gehören ein ansprechender Splash-Screen, ein "Über..." Dialog, das Programm-Icon, Wizards, u.v.a.m.

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Splash-Screen der Software DIALux

Splash-Screen von DIALux 2.0, Europas führender Software zur Berechnung von Lichtwirkung auf beliebige Räume.

 
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